Das schmückt Dich!

12 Wege Deine Torte zu verschönern. Planung einer Motivtorte - Teil 2 Wie Du Dich für die passende Deko entscheidest und welche Optionen Du überhaupt hast

Donnerstag, 16. Februar 2017

Das Herzstück!

Der Unterschied zwischen einer Torte und einer Motivtorte ist... na, wer weiß es? 

Natürlich die Dekoration! 

Aber welche Optionen gibt es überhaupt? Welches Material eignet sich wofür? Womit erreicht man welchen Effekt? Welche Deko bietet welche Vorteile?

Kurz gesagt: Mit welcher Technik setzt Du Deine Idee am besten um?

Im ersten Teil der Serie haben wir bereits über die Größe Deiner Torte gesprochen. 

Hier findest Du eine Aufstellung mit welchen Dekorationstechniken Du sie verschönern kannst.

Deko aus Buttercreme, Royal Icing oder anderen Tortencremes

Die klassische Form und vermutlich die Oma aller Tortendekorationen ist die Verzierung einer Torte mit Buttercreme oder Royal Icing. Noch älter ist höchstens noch die Kunst Sahnehäubchen zu machen.

Und vielleicht hast Du deshalb auch direkt einen Frankfurter Kranz oder eine üppige, amerikanische Hochzeitstorte vor Augen. Mit einer Spritztülle kann man jedoch deutlich mehr machen als Tupfen, Muschelbordüren oder Rüschen! Vorausgesetzt man kann.

Gespritze Rosengestecke, Korbmuster, grazile Bögen, raffinierte Muster... Auf Youtube kann man bei der Suche nach Anleitungen verloren gehen. Es gibt beeindruckende Meister und es ist ein Genuss ihnen bei der Arbeit zuzusehen.

Ich habe selbst mal einen Kurs für Anfänger mit der Spritztülle gemacht und kann Dir sagen, es ist bei weitem nicht so leicht wie es aussieht!   

Aber auch mit nur wenig Übung und ohne jahrelange Erfahrung kann man schöne Resultate erzielen.

Buttercreme

Rezepte für Buttercreme gibt es wie Sand am Meer. Die Klassiker sind die deutsche Buttercreme, die mit Vanillepudding gemacht wird, die amerikanische Buttercreme, welche in erster Linie aus Butter und Puderzucker besteht und die französische Swiss Meringue Buttercreme.   

Zum Spritzen eignen sich vor allem Rezepte, die eine gute Stabilität haben. Die amerikanische Buttercreme ist da gut geeignet. Ihr Vorteil ist, dass sie sich gut spritzen lässt und nach kurzer Zeit eine feine Kruste bildet. Sie ist allerdings sehr süß und nicht jedermanns Geschmack.

Buttercreme mit Pudding ist häufig zu weich, um die Form zu halten. Dies kann man verbessern, indem man den Milchanteil des Puddings reduziert. Für feine Dekorationen eigent sie sich aber allgemein eher nicht.

Die Swiss Meringue Buttercreme (hier zum Beispiel ein Rezept von Ofenkieker) soll sehr gut sein und sich prima verarbeiten lassen. Da ich aber auf dem Gebiet auch kein Profi bin, kann ich hier nur weitergeben, was ich darüber gelesen haben. Sie soll formstabil und nicht zu süß sein. Ich werde sie sicher mal testen.

Für nicht zu grazile Arbeiten mit dem Spritzbeutel eignet sich auch die schon oft gelobte Schokobuttercreme. Sie ist zwar beim Verarbeiten noch recht weich, härtet im Kühlschrank aber angenehm aus. Für Cupcakes und simple Tortendekorationen ist sie auf jeden Fall geeignet.

Und es müssen ja nicht immer Rosen und Rüschen sein! Auch Gras und Fell lassen sich super mit einer Tülle zaubern: 

                                     

Royal Icing

... tägt diesen Namen, weil es einst die Torten im Palast schmückte. Heute kennen die meisten Deutschen es wohl eher von Lebkuchenherzen. 

                                     

Es ist eine Zuckermasse, die beim Verarbeiten sehr geschmeidig und trotzdem stabil ist und nach dem Trocknen richtig aushärtet.
Sie besteht in erster Linie aus Puderzucker und Eischnee und ist sehr süß. Definitiv Geschmacksache! In Amerika schmückt sie die meisten Hochzeitstorten. 

Man kann Royal Icing grundsätzlich selbst herstellen. Es bedarf allerdings etwas Übung bis man die richtige Konsistenz für die geplanten Arbeiten hinbekommt. 

Mir persönlich ist allerdings bei dem Verwenden von rohem Ei, das dann ungekühlt an der Luft trocknet nicht besonders wohl. Aus dem Grunde greife ich hier zu einer Fertigmischung, der nur noch Wasser beigefügt wird. Ja, es gibt tatsächlich eine Fertigmischung in meinem Haus - obwohl ich sie sonst so verurteile. Aber da muss ich mir wenigstens keine Sorgen um Samonellen und Co machen.

Royal Icing ist das ideale Material für feine Dekorationen. Daraus entstehen Meisterwerke! Oder eben so etwas wie ich in meinem Kurs gemacht habe ;-) 

                                     

Natürlich eignen sich auch andere Cremes für eine Tortendekoration. Es gibt unendlich viele Rezepte für Frostings und Toppings. Wichtig ist nur, dass die Creme nicht zu weich ist und dass sie nicht schmilzt. Da heißt es ein bisschen recherchieren und probieren. 

Ich kann Dir aber noch verraten, dass sich Creamcheese auch als tauglich erwiesen hat: 

                                     

Der Vorteil von Dekorationen mit der Spitztülle ist, dass es keine lange Vorbereitungszeit braucht: Du machst die Creme und fängst direkt an. Das ermöglichst auch spontane, dekorative Torten.

Der Nachteil ist, dass das Dekorieren am "Tag der Torte" oder dem Vortag recht viel Zeit in Anspruch nimmt und die meisten Cremes eher temperaturempfindlich sind und eine konstante Kühlung brauchen. 

Mirror Glaze

Recht neu auf dem Markt ist etwas, dass sich "mirror glaze" nennt. Es ist eine Masse, die über eine gefrorene Torte gegossen wird und der Torte einen beeindruckenden Glanz verleiht.

Ich habe es selbst noch nicht probiert, aber ich werde es tun und Dir auf jeden Fall davon berichten!

Airbrush

Hat man eine Torte mit Creme oder Fondant überzogen, kann man sie mit Airbrush verzieren. Es versteht sich von selbst, dass man dazu eine saubere Airbrushpistole und Lebensmittelfarben braucht.

Auch ohne viel Erfahrung kann eine Torte so einen simplen Farbverlauf bekommen oder mehrfarbig werden, ohne dass man die Masse komplett färben muss: 

                                   

Dieser "Käse" ist eine Brottorte. Außen ist sie mit normalem Frischkäse bestrichen und mit Airbrush eingefärbt.

Um meine Fähigkeiten aber etwas zu erweitern habe ich mir auch für Airbrush einen Kurs gegönnt. Und das kann ich Dir für den Anfang auch empfehlen. Natürlich gibt es Unmengen von Büchern und Videos zu dem Thema Airbrush, aber es ist schon gut, wenn man ein paar Grundlagen gezeigt bekommt und Fehler gleich am Anfang korrigiert werden. Und natürlich bekommt man tolle Tipps!

  

Wer mit einer Airbrushpristole umgehen kann, hat wirklich viele Möglichkeiten eine Torte schnell und eindrucksvoll zu dekorieren - frei Hand oder mit einer der zahlreichen Schablonen.

Diese Dekorationstechnik ist eigentlich für alle Torten geeignet, ganz unabhängig von Größe oder Untergrund. Ein Nachteil sind meines Erachtens nur die Anschaffungskosten einer Airbrushpistole.

Bemalen mit Lebensmittelfarben

Ebenfalls eine schöne Dekorationstechnik ist das Bemalen von Torten.

Dabei kann man entweder direkt auf eine mit Fondant eingekleidete Torte malen oder man malt auf ein Cakeboard, das mit Fondant oder Blütenpaste überzogen ist. Dies wird dann einfach auf die Torte gelegt:

                                 

Einer der Vorteile des Toppers ist ganz klar, dass man die Platte im Voraus vorbereiten kann. Sie kann bereits Tage vor der Torte bereit sein und verpackt auf ihren Auftritt warten. Dadurch hat man so viel Zeit zum Bemalen wie man möchte und muss zum Beispiel im Sommer nicht mit der Hitze um die schmelzende Torte kämpfen. Außerdem kann das "Kunstwerk" einfach wieder von der Torte genommen werden und - auf Wunsch - gerahmt und aufgehangen werden. 

Und nicht zu vernachlässigen ist auch der Vorteil, dass man im Zweifelsfall von vorne anfangen kann, wenn man es versaut hat! 

Das Malen mit Lebensmittelfarben ist im Prinzip ganz leicht und funktioniert eigentlich genau so wie mit Wasserfarben. Ich verwende am liebsten Gelfarben. Diese werden in einem Schälchen oder auf einem Teller mit einem oder zwei Tropfen Wodka (oder einem anderen klaren Alkohol) verrührt, so dass sie sich gut mit dem Pinsel verstreichen lassen. Die Farbe sollte aber nicht zu flüssig sein, damit sie gut deckt und das Fondant nicht zu sehr von der Feuchtigkeit angegriffen wird. Grundsätzlich kann man die Farben auch mit Wasser anrühren, der Alkohol verfliegt aber schneller, so dass die Farbe schneller trocknet und das Fondant nicht klebrig wird.

Ich empfehle Dir auf jeden Fall bei den Pinseln nicht zu sparen. Gerade die feinen Pinsel - und ich rede hier von Pinseln der Größe 0, 00 oder kleiner - sollten wirklich gut sein. Wenn Du Dich über die abstehenden Haare Deines Pinsels aufregst, wirst Du Dir sicher Deine eigenen raufen! 

Eine Alternative zu feinen Pinseln sind Lebensmittelfarbstifte. Sie funktionieren wie Filzstifte und haben oft eine feine und eine dickere Seite. Ganz so wie man das noch aus der Grundschule kennt. Ich persönlich habe allerdings keine Lust neben den gefühlten 30 Lebensmittelfarben auch noch genau so viele Lebensmittelfarbstifte zu kaufen und zu lagern. Weder Farben noch Stifte werden mit der Zeit besser und bei mir würde unnötig viel davon abgelaufen oder vertrocknet im Müll landen. Ich besitze daher nur einen schwarzen Stift. Für kurze Schriften oder eine Pupille an einer Figur muss ich dann nicht Pinsel und Wodka auspacken.

Ob Du dann Freihand oder nach einer Schablone malst, ist natürlich ganz Dir und Deinen Fähigkeiten überlassen. Wer sich daran versuchen möchte, sollte auf jeden Fall mal bei "Kreatives mit Herz" von Heike Darmstädter vorbei schauen. Sie macht tolle Malereien und bietet online und im echten Leben Kurse an.

Drucke auf Esspapier oder Fondant

Sehr persönlich und trotzdem schnell gemacht sind Torten mit Fotodrucken.

Man backt einfach eine Torte, streicht sie glatt mit einer nicht zu feuchten Creme (zum Beispiel Ganache) ein und dekoriert sie mit dem persönlichen Bild und vielleicht noch ein paar Sahne- oder Icingtupfen:

                                       

Die Drucke können auch auf Fondant oder Marzipan gelegt oder mit ganz wenig Wasser geklebt werden.

Natürlich eignen sich nicht nur Fotos vom Geburtstagskind, sondern auch Bilder aus dem Lieblingsfilm oder des aktuell angesagten Popstars! 
Drucke jeder Art bekommt man in diversen Onlineshops, beim Konditor oder man macht sie selbst

Deko aus Fondant

Möchte man eine Torte mit Fondant überziehen und dann "zweidimensional" dekorieren, eignet sich das Fondant selbst gut als Dekorationsmaterial. 

Aber was meine ich mit "zweidimensional"? Ich meine eine Dekorationsform, wie man sie auch beim Malen hat. Man arbeitet dabei nicht mit modellierten Figuren, sondern nur mit einer flachen Deko. Ganz schon schwer zu erklären... lange Rede kurzer Sinn: 

                                      

Bei dieser Torte handelt es sich um eine Blumendeko aus Fondant. Aber eben keine modellierten Blumen, sondern um mit Hilfe von Ausstechern gemachte Blüten. Diese ausgestochenen Blumen wurden einfach mit ganz wenig Wasser von unten angefeuchtet und auf die Torte "geklebt".

Diese Technik ist sehr simpel und auch für Anfänger gut geeignet. Man kann dazu vorhandene Plätzchenausstecher verwenden oder man schaut sich auf dem breiten Markt der sogenannten "Patchwork-Cutter" um. Dabei handelt es sich um deutlich filigranere und kleinteiligere Ausstecher  - wie zum Beispiel hier: 

                                      

Man braucht nicht viel Übung um auf diese Art und Weise ein schönes und sauber gearbeitetes Ergebnis zu bekommen.  

Sei Dir aber klar darüber, dass es eine recht zeitaufwendige Methode sein kann. Gerade wenn man mit Patchwork-Cuttern arbeitet und viele Farben verwendet. Schließlich müssen die unterschiedlichen Fondantteile auch alle gefärbt, ausgerollt und nach möglichst kurzer Zeit wieder luftdicht verpackt werden, damit das Fondant nicht austrocknet.  

Aber auch bei dieser Technik kann man sich mit einem Cakeboard helfen und einen großen Teil der Deko schon vorbereiten. Verwendet man dazu statt Fondant Blütenpaste, kann man das Cakeboard auch fertig dekoriert trocknen lassen. Dann muss nur noch die Randdeko gemacht werden, wenn die Torte sonst fertig ist. 

Möchtest Du die ausgestochene Deko aus Fondant (zum Mitessen) vorbereiten, weil es zum Beispiel sehr heiß ist und Du die Torte so spät wie möglich aus der Kühlung nehmen möchtest, solltest Du die ausgestochenen Teile direkt mit Folie abdecken. Und zwar wirklich Folie auf das Fondant legen und nicht nur einen tiefen Teller oder ähnliches mit Folie überspannen. Je weniger Luftkontakt das Fondant hat, desto besser. Es wäre ja sehr unschön, wenn das Fondant schon anfängt zu trocken und dann beim Aufbringen auf die Rundung bricht. 

Allgemein eigent sich diese Dekorationsform vor allem für spontane Torten, da nichts trocknen muss und man auch nichts großartig vorbereiten kann/muss. Denk nur daran, dass die Umsetzungs des Satzes "...und dann stech ich halt ein paar Blümchen aus und kleb sie drauf" eben auch schnell mal 1,5 Stunden dauern kann. Und das sollte man vor allem bei mehrstöckigen Torten nicht unterschätzen!

Deko aus Marzipan

Dekorationen aus Marzipan sind vermutlich genau so alt wie Marzipan selbst. Es gehört zu den Klassikern der Tortendeko. Wie Fondant lässt es sich ausrollen und man kann damit auch modellieren. Ob man den Geschmack von Marzipan oder von Fondant vorzieht, ist jedem selbst überlassen. 

Marzipan lässt sich jedoch schwieriger verarbeiten - es bricht leichter, da es nicht so geschmeidig ist wie Fondant und außerdem es ist deutlich temperaturempfindlicher.

Möchte man die Vorteile von beiden Materialien, kann man Fondant und Marzipan zu gleichen Teilen mischen. Dadurch erhält man den Marzipangeschmack und die Masse lässt sich besser verarbeiten.  

Deko aus Blütenpaste

Blütenpaste (engl. Gumpaste) ist eine Zuckermasse, die nach der Verarbeitung trocknet. Sie ist daher nicht unbedingt für den Verzehr gedacht, sondern wird eher eingesetzt, wenn die Deko später als Erinnerung aufgehoben werden soll. Essbar ist sie aber natürlich trotzdem.

Man kann unheimlich viel damit machen. Du kannst es Dir etwa vorstellen wie essbare Knete, nur dass man deutlich feiner damit arbeiten kann. Und wir sagen nicht "kneten", sondern "modellieren" ;-) 

Blütenpaste ist geschmeidig und sogar etwas elastisch. Man kann sie sehr dünn ausrollen ohne dass sie reißt. Das ist natürlich auch Absicht, denn schließlich sollen aus ihr ja zum Beispiel hauchdünne Blütenblätter entstehen:

                                          

Aber nicht nur Blüten kann man aus der Zuckermasse machen. Jede Figur, die man also aus Ton oder Knete herstellen kann, kann man auch aus Zuckermasse machen. Sogar noch besser, da man filigraner damit arbeiten kann - egal ob simple Formen, wie die Ringe im letzten Bild oder Menschen und Figuren wie in den nächsten. 

                                         

                                         

                                         (die Anleitung zu den Bärchen findest Du hier)

Blütenpaste lässt sich wie Fondant einfärben und kann gut bemalt werden. 

Bei der Verarbeitung von Blütenpaste ist jedoch Vorsicht geboten: sie zieht unheimlich Staub an und man wird nachher gerade bei heller Paste jeden - noch so kleinen - Fussel sehen. Beim Kneten, Ausrollen und Verarbeiten muss man daher immer besonders auf absolute Staubfreiheit achten, denn selbst wenn die Blume oder Figur nicht gegessen werden soll, ist zum Beispiel eine Braut mit schwarzen Flusen im Gesicht einfach nicht der perfekte Schmuck für eine Hochzeitstorte.

Möchtest Du eine Figur machen, die eher hoch als breit ist, kannst Du sie innen mit Zahnstochern, Holzspießen oder Draht abstützen. Beachte aber, dass Figuren mit "Rückgrat" nicht auf jedem Wettbewerb erlaubt sind. Auf Omas Geburtstag hat sich aber noch nie einer beklagt...

Dekoration aus Blütenpaste muss trocknen, damit sie fest und stabil wird. Sie ist daher ideal, um sie im Vorfeld herzustellen. Es spricht nichts dagegen Blüten und Co schon an den Wochenenden davor vorzubereiten. Da Blumendeko, Figürchen und Ähnliches eben im Normalfall ohnehin nicht mitgegessen werden, kannst Du sie im Notfall sogar über Monate lagern. Wichtig ist dabei lediglich, dass sie staub- und lichtgeschützt und trocken aufbewahrt wird. 

Auch zum Thema Blütenpaste - genau genommen zum Thema Rosen - habe ich einen Kurs gemacht, was ich Dir wirklich nur empfehlen kann. 
Wer aus NRW kommt sollte überlegen sich einen Kurs bei der Tortentante zu schenken. Es ist wirklich sehr lehrreich!

Modellierschokolade

Wie der Name schon sagt, handelt es sich um Schokolade, die man modellieren kann. 

Man kann sie in Fachgeschäften und in Onlineshops in den drei üblichen Schokoladensorten kaufen oder selbst herstellen.

Grundsätzlich ist sie zu verwenden wie Blütenpaste, allerdings lässt sich damit nicht genau so filigran arbeiten. Außerdem liegt es in der Natur der Schokolade, bei längerem Körperkontakt zu schmelzen. So wird die Schokolade zwar anfangs weich und geschmeidig, nach einer Weile wird es aber auch eine klebrige Angelegenheit. 

Im Netz gibt es viele Anleitungen zum Herstellen und Verarbeitungen von Modellierschokolade. Auf Youtube gibt es dazu tolle Sachen zu sehen.

Ich habe damit bisher nur einmal gearbeitet und da auch nur einzelne Akzente gesetzt. Für einen Bücherwurm gab es zur Schokobuttercremetorte essbare Schokoladenbücher und eine schokoladige Abschlusskante: 

                                          

Meines Erachtens eigent sich Modellierschokolade besonders wenn man eine - nicht mit Fondant oder Marzipan eingedeckte - Torte mit nicht zu filigraner Deko oder ausgestochenen Elementen verzieren möchte.

Wafer Paper Flowers

Genau wie "Mirror Glaze" sind auch "Wafer Paper Flowers" ganz neu im Trend. 

Die Rede ist von Blumen aus Oblatenpapier. Dabei werden die Blütenblätter aus dem Esspapier gestanzt oder geschnitten und mit Wasser oder essbarem Kleber verklebt.

Die Stuktur der Blätter ist dabei sehr dünn, aber stabiler als Blätter aus Blütenpaste. 

Ein weiterer Vorteil ist, dass das Oblatenpapier natürlich nicht geknetet und ausgerollt werden muss, wodurch die Blütenblätter einerseits immer genau gleich dick sind und man auch nicht so leicht Flusen oder Staub mit einarbeiten kann.

Blumen aus Waferpaper sind etwas empfindlicher was Feuchtigkeit angeht. Ich würde sie daher eher auf eine mit Fondant oder Marzipan eingedeckte Torte setzen als auf eine Sahnetorte. 

Ich finde diese "neue" Technik sehr spannend und sie steht auf jeden Fall auf meiner ToDo-Liste! Und wenn es soweit ist, lass ich Dich selbstverständlich gerne an meinen Erfahrungen teilhaben.  

Sugar Lace

Essbare Spitze! Eine sehr edle und auch etwas verspielte, romatische Form der Tortendekoration.  

     

Die Spitze wird mit Hilfe spezieller Silikonmatten und dazugehöriger Masse selbst hergestellt. Die Masse wird wiederum aus einem Pulver angerührt, welches man in vielen Onlineshops und Geschäften von unterschiedlichen Herstellern bekommen kann.

Ist sie angerührt, wird die Masse dann einfach gleichmäßig in die Silikonmatten gestrichen und muss nur noch trocknen. Einfach. Na ja... man braucht ein bisschen Übung. Das Verteilen hat man dank verschiedenster Youtube-Videos schnell raus. Den richtigen Punkt zu finden, wann die Masse nicht mehr klebrig, aber auch noch nicht so trocken ist, dass sie bricht, ist dann eine andere Aufgabe. Auch nach drei Torten und diversen Versuchen habe ich leider immer noch eine recht hohe Ausfallquote. Auch die Lagerung ist nicht ganz einfach. Die Spitze darf auf keinen Fall an der Luft sein, da sie sonst immer weiter trocknet. Ich habe gute Erfahrung damit gemacht sie in Frischhaltefolie im Kühlschrank zu lagern. Die natürliche Luftfeuchtigkeit im Kühlschrank verhindert das Austrocknen auch wenn die Folie einmal nicht 100% dicht ist.

Funktioniert dann aber alles und man bekommt die Spitze intakt auf die Torte, ist das Ergebnis wirklich eindrucksvoll! 

Der Vorteil der Methode ist sicher ein ganz besonderer Effekt und eine tolle Wirkung. Außerdem kann man große Flächen relativ schnell außergewöhnlich verzieren. Die Masse kann nach belieben mit Lebensmittelfarben eingefärbt werden und die Auswahl an Spitze und Ornamenten ist sehr groß.

Die Nachteile liegen unter anderem in den Anschaffungskosten. Die Matten sind recht teuer und man muss nach günstigeren Anbietern lange suchen. Preise zwischen 15 € und 60 € sind je nach Größe üblich pro Matte. Und da man ja auch nicht immer die gleiche Spitze verwenden will, braucht man eigentlich auch mehr als eine Matte. Außerdem muss auch das Pulver für die Masse angeschafft werden und ist damit ein weiterer Kostenpunkt.

Die Herstellung der Spitze birgt ihre Tücken und auch das Lagern und Aufbringen auf die Torte will geübt sein. Ich persönlich finde trotzdem, dass es sich lohnt. Egal ob Ton in Ton oder als Kontrast auf andersfarbigen Fondant. Es ist einfach schick!

Wer es auch mal ausprobieren möchte, sollte allerdings lieber mit kleineren Elementen beginnen. Ein 5cm x 10cm großes Ornament lässt sich auch noch verarbeiten, wenn es etwas zu klebrig oder schon leicht angetrocknet ist; ein Streifen Spitze von 10cm x 25cm ist da ein ganz anderer Feind! 

Lieber klein anfangen...

ist aber eigentlich  ein Leitsatz, der für die meisten Dinge im Leben gilt. Und das eben auch für Motivtorten!

Wenn Du also Deine erste Motivtorte machst oder eine neue Technik probierst, sei gnädig mit Dir selbst. Steck Dir ein erreichbares Ziel und such Dir eine Deko aus, die Du auch bewältigen kannst. Wenn Du verzweifelst und die Torte nachher lieber werfen als essen möchtest, ist keinem geholfen.

Ich hoffe, Du konntest Dir ein paar Anregungen für Dein Projekt holen!

Am Ende reden wir hier schließlich immer noch über einen Kuchen, der vielleicht hübsch dekoriert ist, aber - und hier kommt die nächste Lebensweisheit - auf die inneren Werte kommt es an! Denn bei all der prachtvollen Deko ist immer noch das Wichtigste, dass Dein Kuchen schmeckt. Denn sonst könnten wir auch einfach töpfern ;-) 

Im nächsten Teil der Reihe beschäftigen wir uns darum endlich mit der Füllung des Prachtstücks und ich erzähle Dir, welche Kuchen sich meiner Erfahrung nach für welche Dekoart am besten eignen und verrate Dir einige meiner Lieblingsrezepte.

Ich freu mich, wenn Du wieder dabei bist!

Bis dahin...

Lebe lecker,
Lorraine

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Von am gepostet in Torten Tipps und Tricks Step by Step Hochzeitstorten

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